Waldgranit 2010

25.09.2010 Waldgranit Innenstetten
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Fäustel und Meißel
Schauspiel in drei Akten

„Da Granit – des is a Edelstein“
Eine Familie kämpft ums Überleben in der „steinreichen“ Gegend um Hauzenberg

Der pure Kampf ums Überleben zeichnet die Waidler im Woid, die Bewohner des rauen Böhmerwaldes, wie früher der Bayrische Wald noch hieß.
Der Wald ist endlos und unwegsam, das Gebirge abgelegen und unerbittlich.
Den Menschen wird nichts geschenkt.
Wir befinden uns in Hauzenberg im Jahre 1890. Der Granit bietet Arbeit, lange schon: Wenige werden durch ihn reich, viele verdienen sich damit einen kargen Lebensunterhalt. Nichts ist gleich verteilt, Gerechtigkeit muss erkämpft werden.
Dies ist der Schauplatz, das Szenario für dieses Schauspiel, das der Fäustel und der Meißel prägt.

Das Urgestein, der Granit, das „Kalte Blut der Erde“, kommt es zum Wallen?
Werden Sehnsüchte wahr, lässt sich Zufriedenheit finden, Glück in dieser begrenzten Welt?
Ist sie begrenzt, diese Welt, oder führt sie hinaus in andere Welten, in andere Zeiten?

Zeitenwechsel:

Wir befinden uns in Hauzenberg im Jahre 2005.
Der Wald ist zerschnitten und wegsam, das Gebirge abgelegen und erbittlich.
Den Menschen wird nichts geschenkt.
Der Granit bietet kaum noch Arbeit, lange schon: Wenige verdienen an ihm, die meisten arbeiten woanders oder beziehen Hartz IV. Nichts ist gleich verteilt, an Gerechtigkeit glauben die, die sie bräuchten schon lange nicht mehr.

Dies ist der Schauplatz, 110 Jahre später, in dem die Not ihren Besen schwingt.
Das Urgestein, den Granit, das „Kalte Blut der Erde“, wir finden ihn in einem Museum.